Stellungnahme des BMFJ zum Islamgesetz

28. Oktober 2014
Das Jugendministerium antwortete auf unsere Bitte zu einer Stellungnahme mit folgendem Mail, das wir mit der Öffentlichkeit teilen dürfen:

Sehr geehrte Frau Seker,
Liebe Tugba!

Ich wurde ersucht, auf Dein Schreiben an Frau Bundesministerin Dr.
Karmasin vom 21.10.2014 für das Jugendministerium zu antworten.

Deine und Eure Sorge um die Situation der – insbesondere jungen – Musliminnen und Muslimen in Österreich angesichts der aktuell in der Öffentlichkeit geführten Diskussionen ist nachvollziehbar.

Auch die von der MJÖ vorgebrachten Argumente betreffend eine Ungleichbehandlung des Islam gegenüber anderen Religionen können nachvollzogen werden.

Viel bedeutsamer scheint hier der erstgenannte Punkt. Zu diesem trägt der Entwurf zwar bei, die Problemlage geht jedoch weit darüber hinaus.
Ich kann daher nur versichern, dass die Abteilung Jugendpolitik die MJÖ in ihrem Bemühungen voll unterstützt und das Anliegen mitträgt, jungen Musliminnen und Muslimen eine islamisch-österreichische Identität zu ermöglichen. Österreich soll und muss allen jungen Menschen eine echte Heimat sein können und alle junge Menschen müssen hier in ungefragt und selbstverständlich als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger leben und das Land und die Gesellschaft mitgestalten können!

Ich ersuche Dich und die MJÖ auch weiterhin um eine gute Zusammenarbeit, sodass wir gemeinsam das zuvor genannte Anliegen betreiben können.

Mit freundlichen Grüßen,

Herbert Rosenstingl, MA ADir.
Bundesministerium für Familie und Jugend, Abteilung Jugendpolitik

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