Chai-Projekt – ein Deutschkurs, der vor allem die erreichen soll, die sonst kaum jemand erreicht: Mütter der ersten Generation. Nachdem die Mütter in 10 Einheiten zu 2 Stunden viele hilfreiche Basics gelernt haben, die ihnen vor allem den Zugang zur österreichischen Gesellschaft erleichtern sollen, wurden im Rahmen eines Abschlussfestes die Urkunden an die Mütter übergeben. Das Fest fand am Dienstag, den 27. März 2012 im Festsaal der Anas Schakfeh Stiftung statt.


Deutsch lernen mal ganz anders Heißer türkischer Tee, gebackene Leckereien auf dem Tisch und eine gemütliche Couchatmosphäre. Wenn Ihnen da der letzte Türkeiurlaub einfällt dann liegen Sie diesmal daneben. Denn das oben beschriebene Ambiente finden Sie heuer zum zweiten Mal beim Chai-Projekt vor; einem Deutschkurs, der vor allem die erreichen soll,die sonst keiner erreicht: Mütter der ersten und zweiten Generation. Den Partnern des Kooperationsprojektes ist es vor allem wichtig, dass diese Frauen dazu befähigt werden an der Gesellschaft zu partizipieren. Die Unterrichtseinheiten sollen neben der Vermittlung von Grammatikkentnissen, Hemmungen und Barrieren abbauen, und somit den Müttern das nötige Selbstvertrauen geben, um auf die Gesellschaft zuzugehen. Dass das Chai-projekt insbesondere hierfür geeignet ist, zeigt das Fedback vieler Mütter, die von der neuartigen Form des Deutschlernens schlichtweg begeistert sind. Nachdem das Pilotptojekt vor zwei Jahren erstaunlich gut funktioniert hat, hat das BMWFJ und die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) das Projekt in die zweite Runde geschickt, das folgenermaßen aufgebaut ist: 10 ausgebildete Kursleiterinnen werden ihre Müttergruppen von 5-10 Teilnehmerinnen in den kommenden Monaten in ihren Wohnungen besuchen, um bei Tee und Gebäck über Arztbesuche, das österreichische Bildungssystem und den Akkusativ zu plaudern. "Ich war schon bei dem ersten Durchgang dabei und meine Mütter waren einfach begeistert von dieser neuen Art des Deutschlernens. Die haben unglaublich viel mitgenommen,was ich auch daran merke,dass sie mich viel seltener anrufen um ihnen bei Behördengängen und dergleichen zu helfen." meint Nazli Bülbül mit einem Schmunzeln. Dieses Selbstvertrauen und die Eigenverantwortung, sowie -initiative zu generieren wird auch heuer einer der wichtigsten Kernaufgaben der Kursleiterinnen sein. Nachdem die Mütter in 10 Einheiten à 2 h viele hilfreiche Basics gelernt haben,die ihnen vor allem den Zugang zur österreichischen Gesellschaft erleichtern sollen, wird im Rahmen eines Abschlussfest die Urkundenübergabe an die Mütter stattfinden. Wie auch beim letzten Mal, werden zu diesem Anlass Vertreter aus der Politik eingeladen werden.

 

 

Bericht über Projekt Chai 2012

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